TuSpo Röllshausen 1919 e.V.

100 Jahre TuSpo Röllshausen - Rückblick

Konrad Selentschik, 29.11.2019

100 Jahre TuSpo Röllshausen - Rückblick

100 Jahre:  TuSpo Röllshausen – ein Rückblick
Vom Kassenhäuschen zum Vereinsheim – ein langer Weg

Sportgelände entstand während der Flurbereinigung

Das heutige Sportgelände des TuSpo Röllshausen entstand im Zuge der Verkopplung (Flurbereinigung) zwischen 1922 und 1932. Damals wurde der Hauptlauf der Schwalm reguliert. Das hieß seinerzeit den Flusslauf zu begradigen und im Bereich des Dorfes tiefer zu legen und mit hohen Dämmen das Wasser im Flussbett zu halten. Denn das Dorf hatte bis dahin immer wieder unter den regelmäßigen Hochwassern der Schwalm zu leiden. Diese Gefahr konnte man bannen.

Auch der Mühlgraben, ein auf der Höhe von Schrecksbach von der Schwalm abgeleiteter, künstlicher Wassergraben wurde verlegt, so dass einerseits das Gelände im Bereich der heutigen Schulstraße und dem Sportplatzweg als Baugelände erschlossen werden konnte. Auf der anderen Seite entstand das Sportgelände mit Schwimmbad (in den 1960er Jahren zugeschüttet) und den Gartenparzellen „Baumschulgärten“.

Das Sportgelände war bis in die 1970er Jahre durch den Mühlgraben und die Schwalm vom Dorf getrennt und nur über eine Brücke oder den Steg erreichbar. Die Reste der Brücke sind noch heute erkennbar (siehe obere Abbildung). Der Mühlgraben wurde Mitte der 1970ger zugeschüttet. Auf ihm befinden sich heute die Parkplätze vor dem TuSpo-Sportgelände.

Keine Infrastruktur auf dem Sportplatz

Von seiner Inbetriebnahme in 1932 bis Mitte der 1960er Jahre gab es auf dem Sportgelände keine Einrichtungen, wie Umkleide- oder Duschmöglichkeiten. Die damals zahlreichen Zuschauer konnten keine Würstchen, aber doch schon Flaschenbier und Mineralwasser aus einem Ziehwagen (Bollerwagen) kaufen. Auch für die Kassierer gab es kein Dach über dem Kopf.

Dann wurden erste Schritte zur Verbesserung der Situation unternommen. 1965/66 errichteten Vereinsmitglieder in Eigenleistung ein massives Kassenhäuschen (oberes Foto links). Aus diesem wurde der Eintritt kassiert und später auch Getränke verkauft. Das Vereinslokal war aber stets die Gemeindegastwirtschaft an der großen Schwalmbrücke.

Eigenes Umkleidegebäude

Ab 1968/69 durften die Sportler die Duschen und Umkleiden in der nahegelegenen Georg-August-Zinn-Schule benutzen; später auch die im gegenüberliegenden Feuerwehrhaus, das Anfang der 1970er Jahre gebaut worden war.

Vor dem Bau des Feuerwehrhauses hatten die Sportler eine Petition an den Gemeindevorstand Röllshausen gerichtet, mit dem Ziel, eine Gebäudekombination, ähnlich wie in Merzhausen, also eine gemeinsame Nutzung von Feuerwehr und Sportverein zu erreichen, Diese Petition wurde abgelehnt.

Aber noch im gleichen Jahrzehnt, 1978/1979, konnte man mit dem Bau eines Umkleidegebäudes beginnen. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde, des Landkreises, des Landes Hessen und sehr großer Eigenleistung der Vereinsmitglieder konnte man Anfang 1982 nun ein Gebäude nutzen (mittleres Foto), das alle wesentliche Ausstattungen enthielt: Umkleideräume, Duschen, Innen-und Außentoiletten Geräte- und Schiedsrichterraum, ebenso einen kleinen Verkaufsraum und Platz für den Kassierer. Vereinslokal war aber weiterhin die Gemeindewirtschaft an der großen Schwalmbrücke.

Erweiterung des Umkleidegebäudes zu einem Vereinsheim

In den 1990er Jahren wuchsen die wirtschaftlichen Anforderungen an den Verein. Auch die Abteilungen Gymnastik und Tischtennis konnten nicht mehr uneingeschränkt den Gemeindesaal (nun Dorfgemeinschaftshaus) nutzen und die Gemeindegastwirtschaft schloss 1996 endgültig ihre Pforten.

So entschloss sich der Vereinsvorstand, das Umkleidegebäude zu erweitern, um einerseits die wirtschaftliche Lage des Vereins zu verbessern und andererseits den vorgenannten Abteilungen alternative Übungsräumlichkeiten bieten zu können.

Ab 1994 bis 1997 wurde das Umkleidegebäude erweitert und mit einem zeitgemäßen Imbiss versehen (unteres Foto). Für die Erweiterung gab es nach entsprechender Antragsstellung finanzielle Zuschüsse von der Gemeinde, dem Landkreis und dem Landessportbund. Aber auch Vereinsmitglieder erbrachten einen gebührenden Anteil an Eigenleistung, sonst hätte man das nachhaltig wirkende Projekt nicht verwirklichen können.

 

 


Quelle:rsk/TuSpo Vorstand